Förderanträge/Deutscher OpenStreetMap-Tileserver

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Förderantrag Openstreetmap Tileserver

Was soll gefördert werden?

Der Betrieb zweier Kachelserver für Openstreetmap Karten im deutschen Kartenstil.

Welcher Betrag wird benötigt?

Es sollen zwei Server für 79,73 €/Monat bzw. 85,68 €/Monat incl. MwSt. bei der Firma Hetzner gemietet werden.

Welchen Bezug hat das Projekt zu "Freier Software im Bereich GIS" und/oder "Freier Geodaten"?

Der Tileserver verwendet freie Geodaten aus dem Projekt Openstreetmap. Zur Erzeugung der Karten kommt ausschließlich freie Software zum Einsatz. Auch der Kartenstil selbst steht natürlich unter einer freien Lizenz.

Wo befindet sich das Git-/SVN-Repository des Quellcodes? Unter welcher URL kann man es klonen/auschecken?

Kartenstil: https://github.com/giggls/openstreetmap-carto-de

Rendering Stack: https://github.com/openstreetmap/tirex

l10n code: https://github.com/giggls/mapnik-german-l10n

Unter welcher Lizenz steht der Quellcode?

Kartenstil: CC0

Rendering Stack: GPL

l10n code: AGPL

Gibt es Fristen? Wann muss entschieden werden, wann muss gezahlt werden?

Da der bestehende Server ersetzt werden soll gibt es keine Fristen

Wird die das Projekt von anderer Seite gefördert?

Nein. Bisher übernimmt das Gfz in Postdam kostenlos das Serverhosting. Dieser Server wird dann frei und könnte vom FOSSGIS anderweitig eingesetzt werden.

Welche Konsequenzen hat eine Förderung/Nichtförderung?

Da der bisherige Server an seine Grenzen stößt ist ein längerfristiger Weiterbetrieb fragwürdig. Außerdem ist die Einbindung des Stils auf osm.org ohne die beiden neuen Server nicht möglich.

Ansprechpartner

Sven Geggus

Mail an Vorstand (foerderantraege(at) f o s s g i s. de) geschickt?

ja

Diskussion auf der Mitglieder-Mailingliste

Die Diskussion auf der Mitglieder-Mailingliste fand vom 24. April bis 8. Mai 2019 statt.

LB: +1

CH ist grundsätzlich dafür und merkt an, dass er den Antragssteller schon oft damit "genervt" habe, den deutschen Stil als Alternative auf osm.org anzubieten. Man sei die erste nationale Community, die das täte. Es wäre gute Werbung für den FOSSGIS und könne mehr Leute im deutschsprachigen Raum für OSM begeistern. Er hielte es für gut, wenn der Antrag etwas mehr Substanz bekäme. Es sei ihm nicht klar, ob die zwei Server der Redundanz, Lastverteilung, Entwicklung oder einer Kombination davon dienen würden.

FR empfiehlt den EX42 mit 2x4 TB SATA-Disks und zusätzlich 1x512GB und 1x1TB NVMe. Er koste 81,52 Euro in Helsinki und 87,47 Euro in Falkenstein.

Der Antragssteller antwortet, er habe den EX52-NVMe (2 x 1 TB NVMe) mit zusätzlicher 4 TB SATA-Platte im Visier gehabt. Und weiter: "Auf RAID1 nur das System, den Rest auf Rohe Platten oder striped per lvm."

An CH gerichtet antwortet der Antragssteller, dass bei Datenbank- oder Systemupgrades ein Neuimport erforderlich sei. Dafür hätte er gerne zwei identische Systeme, die sich im Normalbetrieb die Last teilen würden. Bei Systemupdates würde er das Neurendern deaktivieren und alle Anfragen von einer Maschine bearbeiten lassen. Beim Ausfall einer Festplatte habe er den zweiten Server als Redundanz. Er haben kurzzeitig überlegt, mit Caching und Rendering-Backend zu arbeiten, sich aber dagegen entschieden. Für die Entwicklung könne man weiterhin den alten Server verwenden.

FR kommentiert den Systemvorschlag des Antragsstellers mit den Worten, dass er die Kombination gar nicht im Blick gehabt habe, sie sicher auch gut sei.

TK findet den Antrag unterstützenswert. Er fragt, wer Eigentümer des alten Servers sei, was für Hardware es sei und ob die alte Hosting-Vereinbarung weiterbestehen würde, wenn der Dienst dort nicht mehr laufen würde.

Der Antragssteller antwortet, dass es eine Spende von Thomas Krenn und ESRI sei. Eigentümer sei der Verein. Es sei ein Dual Quad-Core mit 48GB RAM, diversen Platten und SSDs. Die SSD seien zweimal aufgerüstet worden. Im Rahmen von OSM könne man dem Geoforschungszentrum sicherlich eine andere Anwendung schmackhaft machen. Es sei darum gegangen, dem OSM-Projekt etwas Gutes zu tun. Die Bandbreite sei jedoch begrenzt.

LL findet den Antrags unterstützenswert und nimmt an, dass der Antragssteller sich auch weiterhin um die Administration der Server kümmern würde. Da die Anzahl FOSSGIS-Server stetig wachse, frage er sich, ob die Anlage eines Repository für den "Adminkram" und die Nutzung von Chef/Ansible/Puppet überlegenswert sei.

FR meint als Antwort auf LL, dass man in der Sache schon etwas machen könne, um zumindest den Notfall-Adminzugang für den Verein sicherzustellen. Allerdings würde der Versuch, mit einer der Kanonen (Chef/Ansible/Puppet) auf Spatzen zu schießen, dazu führen, dass wie in der OSMF es schwieriger werde, überhaupt etwas gebacken zu bekommen, weil man dort immer erst Chef lernen müsse. Auf ein paar Mindeststandards könne man sich aber schon einigen.

LL meint, dass er keine Auflage für Förderanträge habe vorschlagen wollen.

Der Antragssteller verweist darauf, dass die verschiedenen FOSSGIS-Server bislang uneinheitlich eingerichtet seien – das fange bei der Distribution an. Für die beiden beantragten Server würde er ein manuelles Setup für gleichartige Server benutzen, das er dienstlich für redundante Maschinen verwende.

MK und AE: +1


Entscheidung

Der Vorstand hat den Antrag in seiner Sitzung am 7. Mai 2019 bewilligt.

Formalitäten

Der Vorstand hat im Rahmen der Bewilligung Frederik Ramm gebeten, die Server über das Kundenkonto des FOSSGIS bei Hetzner zu bestellen.

Report nach dem Event

  • Bericht zum Event