Die FOSSGIS-Konferenz 2026 hat vom 24.-28. März 2026 erfolgreich stattgefunden. Mit mehr als 1.300 Personen, die an der im D-A-CH-Raum führenden Konferenz für Freie und Open Source Software für Geoinformationssysteme sowie für die Themen Open Data und OpenStreetMap in Göttingen teilgenommen haben, war es die bisher größte Konferenz in der mehr als 20-jährigen Geschichte dieser Veranstaltung.
Die Konferenz wurde vom gemeinnützigen FOSSGIS-Verein und der OpenStreetMap-Community in Kooperation mit dem Geographischen Institut der Georg-August-Universität Göttingen organisiert. Zu den Teilnehmenden zählen neben OpenSource-Software- und OpenStreetMap-Enthusiast:innen auch zahlreiche Vertreter:innen von Kommunal-, Landes- und Bundesbehörden sowie Wissenschaftler:innen und Studierende verschiedenster Disziplinen.
Das vielfältige Konferenzprogramm deckt ein breites Themespektrum von quelloffener Software für Geoinformationssysteme samt Anwendungsbeispielen, der Bereitstellung und Nutzung von offenen Geodaten und aktuellen Entwicklungen im OpenStreetMap-Projekt ab. Wichtige Themenschwerpunkte bilden hierbei die Anwendung von KI und der Beitrag von quelloffener Software und offenen Geodaten zu resilienten Infrastrukturen. Ebenso gibt es Beiträge zu vielen anderen Themen wie historische Karten oder der Anwendung oder Langzeitarchivierung von OpenStreetMap-Daten.
Weshalb ist das wichtig? Der Einsatz von OpenSource-Software bedeutet Unabhängigkeit von großen Softwarekonzernen und leistet einen wichtigen Beitrag zur Digitalen Souveränität. Die hunderttausenden ehernamtlichen Beitragenden des weltumspannenden, sich selbst organisierenden OpenStreetMap-Projekts erzeugen seit mehr als 22 Jahren unabhängig von staatlichen Stellen offene Geodaten von hoher Qualität, die frei nachgenutzt werden können. In Zeiten, in denen demokratische Grundwerte und regelbasierte Weltordnung zunehmend bedroht sind, ist das bedeutender denn je.
Insgesamt wurden 101 Vorträge, 28 Lightning Talks, 6 Demosessions, 16 Communitysessions und 27 Workshops angeboten sowie 20 Poster präsentiert. Während der Konferenz wurden Vorträge, Demosessions und Lightning Talks im Livestream übertragen und stehen im Konferenz-Programm, auf Youtube sowie demnächst im AV-Portal der TIB zur Verfügung und stellen damit auch nach der Konferenz einen wichtigen Beitrag zur Wissensvermittlung dar.
Das Panelgespäch im Rahmen der Eröffnung thematisierte in einer hochkarätigen Runde aus öffentlicher Verwaltung und digitaler Zivilgesellschaft die digitale Souveränität in der Cloud unter der Überschrift “Daten- und Prozesssicherheit in der Cloud - Wo sind meine Daten und wer hat Zugriff?”.
Vielen Dank an die Sponsoren der Konferenz. Die Ausstellenden sowie Menschen auf dem Foto stehen stellvertretend für Firmen, die professionelle Dienstleistungen anbieten und mit Open Source Kompetenzen unterstützen können. Die Liste der Dienstleistenden des FOSSGIS e.V. hilft beim Finden von Dienstleistern im Open Source geobereicht.
FOSSGIS 2026 Aussteller und Sponsoren
Das großartige Rahmenprogramm wurde sehr gut angenommen. Fast alle Exkursionen, in Form von Achäologischen Stadtrundgängen durch Göttingen, den Besuch der Erdbebenwarte, bei dem auch ein Kurzfilm entstanden ist oder die Besuche des Rechenzentrums waren ausgebucht.
Das Treffen der GeoChicas am Dienstag vor der Konferenz war ein großer Erfolg. Über 30 Frauen waren dabei und nutzen die gelegenheit ins Gespräch zu kommen. Auch der inoffizielle Start zeigte wieder, dass viele schon am Vortrag der Konferenz die vernetzung und das Gespräch suchen.
FOSSGIS 2026 Geochicas und inoffizieller Start im Z.A.K
Die Abendveranstaltung mit fast 700 Teilnehmenden im Foyer des ZHG war ein kulinarischer und geselliger Höhepunkt der Konferenz, die Band “Alte weiße Männer” sorgte für gute Stimmung.
FOSSGIS 2026 Eindrücke Abendveranstaltung
Der OSM-Samstag, mittlerweile gut gepflegte Tradition, fand mit über 100 Teilnehmenden statt, die sich in den Räumen verteilten und eingebrachte Themen diskutierten. Die Themen und auch die Ergebnisse sind im OSM-Wiki dokumentiert.
Der im letzten Jahr erfolgreich wieder eingeführte Community Sprint wurde dankend angenommen. Zu Beginn ging es um den “Einstieg in die Open Source Entwicklung” sowie insbesondere auch darum QGIS-Plugins unter QGIS4/Qt6 lauffähig zu machen.
Der Danke geht an alle Helfer:innen, die vor und während der Konferenz eine gelingende Durchführung unterstützt haben. Insbesondere danken wir der Raumvergabe und dem Eventmanagement und den Geographischen Institut der Uni Göttingen für die Unterstützung.
FOSSGIS 2026 Helfer:innengruppenfoto in zwei Varianten