Nur noch wenige Tage bis zur FOSSGIS Konferenz 2017 in Passau

Liebe Freunde und Teilnehmer der FOSSGIS-Konferenz 2017,

die Vorbereitungen der FOSSGIS-Konferenz laufen auf Hochtouren, das Programm steht [1], das Catering ist geordert, die Räume werden eingerichtet, das Videoteam macht sich bereit.

Es sind noch Plätze frei! Die Teilnehmer-Anmeldung und Workshopbuchung ist noch 13 Tage bis zum 19.03.2017 geöffnet [2].

Bringen Sie Zeit mit zur FOSSGIS, das Programmkommitee hat ein spannendes Programm zusammengestellt. Wer am Dienstag anreist, ist ab 19:30 Uhr herzlich willkomen zum inoffiziellen Start mit einem gemeinsamen Abendessen für alle schon anwesenden FOSSGISler in der Pizzeria Padu (Innstraße 46, 94032 Passau). Warme Küche gibt's bis 22:30 Uhr. Jeder bezahlt seine Rechnung selbst.

Am Mittwoch starten wir schon am Vormittag mit einem Überblick über Open Source Projekte. Die Eröffnungsveranstaltung beginnt 13 Uhr. Die Abendveranstaltung "Dialoge am Inn" findet am Mittwochabend statt. Bis zum Freitagmittag können Sie spannende Vorträge, Workshops und Diskussionen erleben und die Pausen zum Netzwerken nutzen. Der erste Teil der Konferenz endet am Freitag mit einem Sektempfang. Alle Mitglieder des FOSSGIS-Vereins, Freunde und Interessierte sind herzlich ab 14:30 Uhr zum Sektausklang am FOSSGIS-Stand eingeladen. Am Freitag Nachmittag geht es mit der Qualitätsoffensive Mapping City Passau und am Samstag mit dem OSM-Samstag [3] weiter. Wer zum OSM-Mapping-Event und zum OSM-Samstag kommen möchte, trage sich bitte im OSM Wiki [3a] ein.

FOSSGIS Mitglied werden Wer bis zum Donnerstag auf der FOSSGIS FOSSGIS e.V. Mitglied [4] wird, darf direkt an der Mitgliederversammlung [5] teilnehmen, sich an den Themen beteiligen und mit allen teilnehmenden Mitgliedern Pizza essen.

Helfer gesucht Die Vorbereitung und Durchführung der Konferenz braucht Power von möglichst vielen Menschen. Wer sich während der Konferenz etwas Zeit nehmen möchte, um zum noch besseren Gelingen beizutragen, ist herzlich eingeladen einen Helferjob zu übernehmen. Wir freuen uns beispielsweise, wenn Sie uns als Video-Helfer unterstützen. Es ist sicherlich möglich den gewünschten Vortragstrack zu verfolgen und gleichzeitig bei der Videoaufzeichnung zu helfen, z.B. die Kamera führen. Der Welcome Desk kann bei der Konferenztaschenausgabe, T-Shirt-Größenfindung oder für Botengänge Unterstützung gebrauchen. Wenn Sie gern unterstützen möchten, melden Sie sich als Teilnehmer zur Konferenz an und schreiben Sie ihren Helferwunsch per Mail an konferenz-orga@fossgis.de. Die Videohelfer tragen sich bitte auf der Wikiseite [6] ein. Erfahrene FOSSGIS-ler sind aufgerufen sich als Sessionleiter in Tabelle [6] einzutragen, um die Moderation der einzelnen Tracks sicherzustellen.

Projektstände und FOSSGIS-OSGeo-OSM-Stand Haben Sie ein OS-Projekt, welches Sie gern vorstellen möchten, zögern Sie nicht einen eignen Stand zu beanspruchen, das Lokal Team stellt gern Tisch und Stühle bereit. Bitte auf kurzem Weg formlos per E-Mail an Katja Haferkorn [konferenz-orga@fossgis.de]. Wer sich am FOSSGIS-OSGeo-OSM-Stand, beispielsweise mit seinem Projekt beteiligen möchte, meldet sich ebenfalls auf diesem Weg.

An- und Abreise Wenn Sie Ideen für Unterkünfte brauchen, schauen Sie auf der Konferenzhomepage [7].

FOSSGIS von zu Hause - Livestream macht's möglich Auch in diesem Jahren werden die Vorträge direkt per Livestream übertragen [8], so dass alle, die nicht zur FOSSGIS kommen können, auch von zu Hause die Konferenz verfolgen können.

Für Fragen stehen wir Ihnen gern per Mail an konferenz-orga@fossgis.de zur Verfügung.

[1] https://www.fossgis-konferenz.de/2017/programm/ [2] https://www.fossgis-konferenz.de/2017/anmeldung/ [3] OSM-Events https://fossgis-konferenz.de/2017/socialevents/ [3a] http://wiki.openstreetmap.org/wiki/FOSSGIS_2017/OSM-Events [4] FOSSGIS e.V. Mitglied werden https://www.fossgis.de/verein_mitgliedschaft.html [5] FOSSGIS Mitgliederversammlung https://fossgis-konferenz.de/2017/socialevents/ [6] https://www.fossgis.de/wiki/Konferenz_2017/Videoaufzeichnung_Sessionleit... [7] https://www.fossgis-konferenz.de/2017/anreise/ [8] http://streaming.media.ccc.de/

Freundliche Grüße FOSSGIS-Konferenz-Organisationsteam

Bericht vom 7. FOSSGIS Hacking Event im Januar 2017 im Linuxhotel

Vom 20.1.-22.1.2017 trafen sich zum nunmehr siebten Mal OSM- und Geodatenbegeisterte zum FOSSGIS-Hackingevent im Linuxhotel. Aus ganz Deutschland machten sich 22 Interessierte auf den Weg nach Essen. Bei draußen eisigen Temperaturen und Sonnenschein trafen sie sich in den gemütlichen Räumen des Linuxhotels.

Es wurde wieder intensiv an einer Vielzahl von Open-Source-Projekten gearbeitet und diskutiert. Außerdem erfolgten wichtige Vorbereitungen für die im März in Passau stattfindende FOSSGIS-Konferenz. Manche Themen wurden auch bei einem Spaziergang an der Ruhr diskutiert. Viele der Teilnehmer waren zum ersten Mal beim FOSSGIS Hacking Event und waren von dem einizgartigen Ambiente des Linuxhotels und dem herzlichen Austausch begeistert.

Das 8. Hackingevent soll sicherlich noch 2017 stattfinden. Das nächste Treffen könnte im Sommer oder Herbst im Linuxhotel stattfinden.

FOSSGIS-Konferenz
Die FOSSGIS 2017 findet vom 22.06.-25.03.2017 in Passau statt. Das Anmeldesystem wurde getestet, es erfolgte Feinschliff am Programm und weitere Vorarbeiten, so dass die Anmeldung zur Konferenz starten kann.
https://www.fossgis-konferenz.de/2017/

OSM
Die Anwesenden der OSM Community beteiligten sich vor allem an der Vorbereitung der FOSSGIS Konferenz. In Passau wird es ein OSM-Mapping-Event und den OSM Samstag geben.OSM auf der FOSSGIS 2017.

QGIS.de
Der Vorstand des [http://qgis.de QGIS-DE e.V.] nutzte das Wochenende zu einem persönlichen Treffen. Es wurden Ideen entwickelt, wie das jährliche Anwendertreffen und die Öffentlichkeitsarbeit zu verbessern sind. Außerdem wurde ein Finanzplan für das laufende und die kommenden Jahre ausgearbeitet.

YAGA
Besonders vom kreativen Input des FOSSGIS Hacking Events konnte YAGA profitieren, das zum ersten Mal auf dem Hacking Event dabei war. YAGA ist in Essen mit dem Ziel angetreten eine API-Dokumentation mit dafür zugeschnittenen Beispielen für das leaflet-ng2 Module zu entwickeln.

Das leaflet-ng2 Module schafft zu den Möglichkeiten von leaflet jeweils eigene Angular 2 "Directives", womit der gesamte Funktionsumfang von leaflet über Angular 2 gesteuert werden kann. Ziel dieser Entwicklungen ist das leaflet-ng2 Module zu einem späten Zeitpunkt in Verbindung mit Ionic2 zur mobilen Web-Mapping-App-Entwicklung zu nutzen.

Auf dem Event konnten Travis und Coveralls integriert, sowie der Quell-Code gekürzt und verbessert werden. Auf einem projekteigenen Server wurden die dazugehörigen Software-Tests und Test-Coverages zur Verfügung gestellt. Zum Abschluss des Events wurde an einem Release-Kandidaten gearbeitet, der dann im nachhinein auch veröffentlich werden konnte.

Mapbender
Das Mapbender3 Team befasste sich vor allem mit Bugs, so dass die nächste Bugfixversion von Mapbender3 in Kürze zu erwarten ist.

OSGeo-Live
Der Umzug der Übersetzung von OSGeo-Live auf die Übersetzungsplattform Transifex wurde auf den Weg gebracht. In Kürze können Interessierte über Transifex webbasiert die Übersetzung von OSGeo-Live in verschiedene Sprachen durchführen. Diese Umstellung erleichtert den Prozess enorm.
https://www.transifex.com/osgeo/osgeolive/dashboard/

TIB-AV Portal
Erstmalig war das TIB AV-Portal auf dem FOSSGIS Hacking Event vertreten. Im AV-Portal werden die Konferenzaufzeichnungen der FOSSGIS-Konferenzen seit 2011 bereitgestellt, durch automatische Videoanalysen, die u.a. die zweisprachige Suche (Deutsch und Englisch) im gesprochenen und geschriebenen Text ermöglichen, erschlossen, durch DOIs zitierbar gemacht und langzeitarchiviert.
Interessierte Teilnehmer des Hacking Events konnten sich über die Bild-, Sprach-, Text- und Szenenerkennung, die semantischen Suchfunktionen sowie die Möglichkeiten der Publikation eigener Videos im AV-Portal informieren.

Außerdem wurde besprochen, wie die Prozesse zwischen TIB und FOSSGIS optimiert werden können, um Aufzeichnungen zukünftiger FOSSGIS-Konferenzen möglichst schnell im AV-Portal zu publizieren. Insbesondere die Bereitstellung der Video-Metadaten als XML-Datei aus dem frab-System wurde diskutiert. Hierdurch kann die Veröffentlichung der Aufzeichnungen im Anschluß an die Konferenz drastisch beschleunigt werden.

Abschließend sei darauf hingewiesen, dass zu jedem der auf dem Hacking Event bearbeiteten Themen Videos im AV-Portal bereitstehen:

Vielen Dank an das Linuxhotel für die Beherbergung und Bewirtung.
Vielen Dank an den FOSSGIS e.V., der das Hacking Event finanziell unterstützt.
Vielen Dank an das Orga-Team für die umfangreiche Vor- und Nachbereitung sowie die reibungslose Durchführung des Hacking Events.

FOSSGIS-Konferenz 2017 - Programm veröffentlicht, Anmeldung geöffnet, Frühbucher bis 13.02.17, 21 Uhr

Auf nach Passau!
Vom 22.-25. März 2017 wird die FOSSGIS-Konferenz mit Untersützung der Universität Passau in der Dreiflüssestadt Passau stattfinden. Die FOSSGIS-Konferenz ist die im D-A-CH-Raum führende Konferenz für Freie und Open Source Software für Geoinformationssysteme sowie für die Themen OpenStreetMap und Open Data. An vier Tagen werden in Vorträgen für Einsteiger und Experten, Hands-On Workshops und Anwendertreffen Einblicke in neuste Entwicklungen und Anwendungsmöglichkeiten von Softwareprojekten gegeben.
Am Abend des ersten Konferenztages, 22. März 2017, findet die Abendveranstaltung "Dialoge am Inn" statt. In Erwartung von mehr als 300 Teilnehmenden ist eine Registrierung Ihrerseits notwendig und hilfreich für die Organisation.
Preise:
Standardticket (Normalpreis): € 190
Standardticket (Frühbucherrabatt bis 13.02.2017, 21 Uhr): € 150
Beitragendenticket: € 120
Studierendenticket: € 100
Communityticket*: € 0* * das Communityticket ist für FOSSGIS-, Openstreetmap- und OSGEO-Aktive
Workshop: € 100
Workshop: (Frühbucherrabatt bis 13.02.2017, 21 Uhr): € 90
Organisation
Die FOSSGIS Konferenz 2017 wird vom gemeinnützigen Verein FOSSGIS e.V, der OpenStreetMap Community und der Open Source Geospatial Foundation (OSGeo) in Zusammenarbeit mit der Universität Passau veranstaltet. Freiwillige Helfer sind eingeladen und willkommen während der Konferenz zu unterstützen.

Alle Informationen zur FOSSGIS-Konferenz (Programm, Anreise und Unterkunft, Anmeldung, Helfermöglichkeiten und Sponsoren) entnehmen Sie der Konferenzhomepage: https://www.fossgis-konferenz.de/2017/.

Wir freuen uns auf eine spannende FOSSGIS-Konferenz 2017 in Passau
Mit freundlichen Grüßen,
FOSSGIS-Konferenz-Oranisationsteam

Event-Fahrplan für 2017

Nachdem 2016 mit vielen Highlights gespickt war gilt es nun einen ersten Überblick über die anstehenden Events in 2017 zu geben. Also was erwartet uns in 2017?

Folgende Konferenzen, Messen und Kongresse, bei denen Freie und Open Source Software für Geoinformationssysteme und freie Geodaten eine Rolle spielen, stehen in 2017 an:


FOSS4G 2016: Goldene Aussichten für die Open Source Geo-Software-Szene

In T-Shirt und Shorts im ehemaligen Bundestag, Code Sprints im Retro-Wohnwagencamp, eine Schifffahrt auf dem Rhein und zahllose Möglichkeiten der Begegnung: Die FOSS4G 2016 lockte 900 Programmierer und User, Entscheider und Interessierte nach Bonn. Um Spaß zu haben und Brücken zu bauen.

Von Klaus Torsy


„Have fun!“ – Dass es gerade die letzten Worte seiner Begrüßungsrede sein würden, mit denen sich die FOSS4G 2016 im Gedächtnis der Teilnehmer festsetzt, hat Till Adams nur hoffen können. Seit 2006 trifft sich das Who’s Who der Open Source GIS Community einmal im Jahr auf der FOSS4G. Zum 10-jährigen Bestehen hatten die OSGeo Foundation und der FOSSGIS e. V. erstmals nach Deutschland eingeladen.

Vom 21. bis 28. August war die Bundesstadt Bonn eine Woche lang der Nabel der Welt für Entwickler und User, Entscheider und Interessierte von Projekten rund um Open Source GIS-Software. Etwa drei Jahre hat Adams, 2. FOSSGIS-Vorsitzender, Chair des Kongresses und Co-Geschäftsführer zweier GIS-Unternehmen in Bonn, die Trommel gerührt. Bis zur Eröffnung hat er Gleichgesinnte von der Idee der Konferenz überzeugt, ein Team von rund 20 Freiwilligen auf die Beine gestellt, Locations gesucht, den Programmablauf entwickelt und Einladungen in die ganze Welt verschickt. Die immense ehrenamtliche Arbeit des Organisations-Teams spiegelt die Idee des Wiedergebens, ein Grundelement von Open Source.

Die dreitägige Konferenz, das Herzstück des Kongresses, findet im World Congress Center Bonn (WCCB) im ehemaligen Regierungsviertel statt. Zur Eröffnung blickt so mancher Teilnehmer noch ungläubig um sich, beeindruckt vom architektonischen und staatsmännischen Ambiente des alten Plenarsaals. Auch der Ort ist ein Spiegel von Open Source: ein offenes Gebäude, spektakulär, voller Bögen, zugleich transparent und mit viel Licht. Obendrein mit einem fabelhaften Blick über den Rhein bis zum Siebengebirge.

Hier tagte der Deutsche Bundestag nach der Wiedervereinigung in den 1990er Jahren bis zu seinem Umzug nach Berlin. Jetzt steht Adams am Rednerpult, lässig, in Hemd und Jeans wie fast alle Anwesenden. Rund 900 Teilnehmer, so viele wie nie zuvor, aus mehr als 50 Ländern werden im Verlauf der Woche nach Bonn kommen. Für die Hälfte von ihnen wird es die erste FOSS4G sein. „Da stehen Leute in kurzer Hose und T-Shirt vor dem Bundesadler. Du bist an einem geschichtsträchtigen, seriösen Ort und machst eine professionelle Konferenz. Das geht einfach so, ohne Fassadendenken. Du brauchst keinen Schlips, um wahrgenommen zu werden“, sagt Adams.

Das ist mehr als bloßes Understatement, es ist die Philosophie der Szene und drückt sich in einer speziellen Lockerheit aus, gepaart mit einer ordentlichen Portion Humor. Typisch für den respektvollen Umgang miteinander und den leidenschaftlichen Ideen-Austausch wie für die professionelle Arbeit, bei der neben dem Ergebnis stets auch der Weg dorthin zählt. Auch hierzu hält Adams die passende Handreichung bereit: „Be friendly, smile, be open!“

FOSS4G: Eine Bewegung trifft sich in Bonn

Der Kongress ist die beste Gelegenheit, zahllose Insider zu treffen, herausragende Software-Produkte vorzustellen und neue Ideen zu ermutigen. Im Laufe von zehn Jahren FOSS4G ist aus einem Treffpunkt für wenige hundert Spezialisten eine regelrechte Bewegung erwachsen, entsprechend der immer vielfältigeren Einsatzmöglichkeiten von OS Geodaten-Software.


Dabei handelt es sich um weitaus mehr als einen Spaß-Event. Open Source ist heute eine Bewegung mit vielen spannenden Entwicklungen. OS Geodaten-Software bietet Lösungen und Alternativen zur Bewältigung zahlreicher Herausforderungen, etwa in der Stadtplanung, Ernährungssicherheit, bei Wasser und Energie oder rund um den Klimawandel. Dementsprechend wächst das Interesse bei kommerziellen Unternehmen ebenso wie in Hochschulen, Forschungseinrichtungen und öffentlichen Verwaltungen.

Nicht ohne Grund fiel die Wahl auf Bonn als diesjährigen Austragungsort. In den vergangenen beiden Jahrzehnten hat sich die Region Bonn-Köln zu einem wahren Hotspot unabhängiger GIS-Unternehmen entwickelt. Mit T-Systems, der Deutschen Post DHL oder den UN ist Bonn zudem Standort namhafter Global Player, die Aufträge an Unternehmen der GIS-Szene vergeben.

Diese Entwicklung weiß auch die Stadt Bonn zu schätzen, welcher der Kongress nebenbei einige tausend Übernachtungen einbringt. Mit Ulrich Ziegenhagen sitzt ein Geo-Enthusiast in der städtischen Wirtschaftsförderung. Er sorgt im Vorfeld für Kontakte zu Verwaltung und Institutionen. Und er organisiert den Bürgermeister-Empfang im Alten Rathaus, sichtbarer Ausdruck städtischer Wertschätzung.

Dass sich die Branche im Aufwind befindet, spiegelt sich auch im Kongress-Motto „Building Bridges“. Vordergründig eine Handlungsanleitung für die Teilnehmer, weist es darüber hinaus der Branche den Weg in eine erfolgreiche Zukunft: Brücken zu bauen – weltweit zu allen, die FOSS4G Software nutzen, zu anderen Open-Source-Bewegungen wie Open Data, zu Profis wie zu Neulingen, zu Studierenden und Professoren, Wirtschaft und Non-Profit-Organisationen.

Von der Community für die Community

Ort und Organisation der FOSS4G in Bonn bringen die Teilnehmer sofort mit Begeisterung zusammen. Und die lassen sich nicht lange bitten. Schnell entwickelt sich eine geradezu überschäumende Atmosphäre des gegenseitigen Austausches: über erfolgreiche OSGeo-Werkzeuge, die neuesten Entwicklungen und Trends. Jeder hört jedem zu und steckt andere mit seinen Ideen an. Ein Kongress von der Community für die Community.

Herzstück ist die Konferenz von Mittwoch bis Freitag. Die Teilnehmer haben vorab am Programm mitgestrickt. Zu den einzelnen Themen gibt es Key Notes von bemerkenswert hoher Qualität. Von 289 Themenvorschlägen schaffen es 180 auf die Agenda. Das konzentrierte Format von 20 Minuten Vortrag plus 5 Minuten für Fragen und Antworten garantiert Konzentration und Qualität.

Auch das Niveau der über 40 Workshops ist atemberaubend. Jeweils einen halben Tag lang führen hier erfahrene Spezialisten praxisorientiert in die Welt von Open Source GIS ein oder demonstrieren Werkzeuge und Anwendungen mit Zukunftspotenzial. Wissensvermittlung pur und aus erster Hand.

Ein neues Format sind die Topic Talks zu speziellen Themen. Geschlossene Veranstaltungen, auf 90 Minuten begrenzt, bieten auch sie Gelegenheit, konzentriert neue Ideen darzustellen und gemeinsam weiterzudenken. Vorab wurden vier Key Topics definiert – Open Data, Erdbeobachtung, Katasterauskunft, Katastrophen-Management –, um den Austausch mit benachbarten Communitys zu befeuern. Über den entwicklungs-technischen Tellerrand hinaus, der üblicherweise die FOSS4Gs beherrscht. Mit dabei sind Copernicus, The European Space Agency und die Munich Re. Neben den Sponsoren und Ausstellern ein klares Zeichen für die zunehmende Anerkennung und Annahme von OSGeo-Software.

B2B mit Pecha Kucha

In dieselbe Richtung zielt auch das B2B-Meeting. Eine weitere Neuerung, um die Bedeutung der FOSS4G für die Wirtschaft deutlich zu machen und Unternehmen eine internationale Netzwerk-Plattform zu bieten. Firmen präsentieren sich und ihre Arbeit und knüpfen Kontakte. Auch hier bestimmt die Konzentration auf das Wesentliche den Rahmen. Dazu Adams: „Uns war klar: Wenn wir vorne einen Beamer hinstellen und den Firmenchefs sagen: ‚Ihr habt jeweils fünf Minuten Zeit, um Euch zu vorzustellen‘, dann funktioniert das nicht, weil es ausufert.“

Also verordnete man dem Meeting die aus Japan stammende Vortragstechnik Pecha Kucha: Jeder Referent muss exakt 20 Folien verwenden, die jeweils 20 Sekunden gezeigt werden. Danach ist sein Vortrag beendet. „Das zwingt geradezu dazu, etwas Cooles zu machen“, so Adams. Dementsprechend kurzweilig geriet die Veranstaltung, die rund 50 Teilnehmer waren begeistert.

Eine weitere Raffinesse: In Isabell Chumi gewann er eine fachfremde Moderatorin für das Meeting. Die Key Account Managerin aus dem Pharmabereich war inhaltlich quasi außen vor, hatte dafür aber die Zügel für den Ablauf fest im Griff.

Code Sprints im Retro-Wohnwagenpark

Bis dato bestand die FOSS4G aus Workshops, der Konferenz und am Samstag einen Tag lang Code Sprint. „Wir haben uns gesagt: Die Teilnehmer sind sowieso hier, einige werden sicherlich ein paar Tage vorher kommen, einige machen auch Workshops. Lasst uns alles so organisieren, dass alle vorher und hinterher drei Tage kommen können“, erklärt Adams das Konzept der Bonner Woche.


Also wurde der Code Sprint erstmals geteilt: Mit drei Tagen vor und zwei danach umrahmt er die Konferenz. Ein wesentlicher Erfolgsfaktor, dass auch diese Rechnung aufgeht, ist erneut die Location: das Base Camp. Ein In- und Outdoor Retro-Park mit ausrangierten Wohnwagen und Zugschlafwagen, nur wenige Gehminuten vom WCCB entfernt. Sein eigentümliches Flair aus Nostalgie und Verschrobenheit verströmt ein Gefühl von Zeitlosigkeit. Ideal für kreatives Denken – und damit für die Code Sprints, bei dem Entwickler und User gemeinsam Software optimieren und die Dokumentation auf den neuesten Stand bringen.


Vielen dient das Base Camp tagelang als Lebens- und Arbeitsraum in einem. Morgens steigt man aus seinem Wohnwagen, klappt den Laptop auf und los geht’s. Rund 100 Teilnehmer wohnen und arbeiten in den Spitzenzeiten im Base Camp. Auch der Icebreaker, die traditionelle Party zum Kennenlernen, steigt hier und zieht 400 Besucher an.

Durch den Hinterausgang aufs Party-Schiff

Insgesamt bietet die FOSS4G 2016 eine gigantische Fülle von Angeboten, aus denen sich jeder sein eigenes Programm, seinen persönlichen Kongress zusammenstellen kann. Das Programmangebot ist das eine. Dass aus dem Kongress ein echtes Erlebnis wird, dafür sorgen neben den außergewöhnlichen Locations auch die Social Events.


Am Donnerstag geht es nach der Konferenz überraschend durch den Hinterausgang des Plenarsaals hinaus. An den Rhein und zum nahen Bootsanleger, wo die imposante MS Rheinenergie wartet. Eine Schifffahrt ruft, bei strahlendem Sonnenschein und 35 Grad. Herrliche Aussichten.


„Schon am Anleger hast Du so viele lächelnde, glückliche Menschen gesehen, dass du wirklich das Gefühl hattest: Die haben gerade eine tolle Zeit“, beschreibt Adams seine Eindrücke. Mit einem Lächeln begrüßt er jeden einzelnen der mehreren hundert Gäste. Dann geht die Fahrt los – bei schönstem Wetter auf dem Oberdeck, mit Live-Musik – vor allem die Queen-Coverband „The Queen Kings“ begeistert – und anschließender Party. So wundert es nicht, wenn am nächsten Morgen der Referent mit heiserer Stimme spricht, weil er zu viele Queen-Songs mitgesungen hat.

Ein weiteres Highlight: das Pub-Race in der Bonner Altstadt an jedem Abend der Veranstaltungswoche. Fünf Kneipen wurden im Vorfeld zu offiziellen FOSS4G Pubs gekürt. Nun sind sie regelmäßig Treffpunkte für hunderte Gleichgesinnte. Bei einem Bier lassen sich die Eindrücke des Tages und neue Open-Source-Ideen auf andere Art und Weise erörtern. Bei der Abschlussveranstaltung erntet Martin Arimond zu Recht einen Sonderapplaus für die Organisation der Social Events.

Building Bridges als strategisches Mittel

Was bleibt von der FOSS4G 2016? Neben viel Arbeit und viel Spaß vor allem: OS-Software funktioniert, weil Menschen auf der ganzen Welt an der Software arbeiten. Die Basis hierfür bietet das Internet. Umso wichtiger ist es, dass man sich von Zeit zu Zeit trifft und austauscht. In Bonn wurde dies vor allem beim Code Sprint deutlich.

„Wie ich aus vielen Rückmeldungen nach dem Kongress weiß, haben wir die Messlatte für künftige FOSS4Gs sehr hoch gelegt“, blickt Adams mit einem Augenzwinkern zurück. Besonders dankbar ist er dem örtlichen Organisationsteam, dessen Mitglieder er am liebsten einzeln nennen würde. Stellvertretend spricht er von Praktikantin Charlotte Eberz: „Wir suchten jemanden zur Unterstützung für so eine gewaltige Aufgabe und wussten zugleich, dass wir uns höchstens jemanden leisten können, der darin keine Erfahrung hat. Und wir hatten eine Idealvorstellung von dieser Person. Mit Charlotte haben wir jemanden gefunden, der dieses Wunschbild noch übertroffen hat und dazu ein außergewöhnlicher Mensch ist.“

Neben den zahllosen persönlichen Eindrücken von Teilnehmern und Organisatoren bleibt der Blick nach vorn. Denn die Perspektiven für OS Geo-Lösungen sind enorm, wie die vielen Themenbeiträge gezeigt haben. Die Videos der Vorträge wurden inzwischen in die Technische Informationsbibliothek (TIB) des Leibniz-Informationszentrum Technik und Wissenschaften aufgenommen. Diese weltweit größte Fachbibliothek in ihren Bereichen ermöglicht eine gezielte Online-Recherche und macht die Konferenzbeiträge zitierfähig.

Trotzdem führt Geodaten-Software oftmals noch ein Nieschendasein, wenngleich sich inzwischen auch immer mehr öffentliche Verwaltungen für Open Source interessieren. Umso wichtiger wird es sein, „Building Bridges“ als strategisches Instrument der Community zu beherzigen. Am besten schon bis zur FOSS4G 2017 in Boston (USA) oder 2018 in Dar Es Salam (Tansania).

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Der FOSSGIS e.V. ist offizielles Local Chapter und Ansprechpartner für das OpenStreetMap-Projekt in Deutschland.

FOSSGIS Konferenz 2019

Die jährlich stattfindende FOSSGIS-Konferenz wird vom Verein ausgerichtet und findet vom 13. vom 16. März 2019 in Dresden statt.

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